Markttreiben in Berlin

In Berlin herrscht das ganze Jahr über Markttreiben - von traditionsreichen Markthallen über kultige Flohmärkte bis zu stimmungsvollen Weihnachtsmärkten
 
Berlin bietet Besuchern und Einheimischen eine Fülle an regelmäßig wiederkehrenden Märkten, die zum Einkaufen, Trödeln und Bummeln einladen. Märkte im Innenstadtbereich finden sich ebenso darunter wie regionale Wochenmärkte mit Vorortcharakter. Die Tendenz geht dabei in Berlin zu einer immer bunteren Vielfalt. Größer geworden ist in Berlin zudem die Fülle an Weihnachtsmärkten.

In einer Riesenstadt wie Berlin wissen es die Einwohner zu schätzen, einen Markt mit frischen Produkten in der Nähe von ihrem Kiez zu haben. Die passagenartig überdachten Berliner Markthallen sind im Gegensatz zu einem Wochenmarkt meist die ganze Woche über geöffnet. Zu den ältesten in der Hauptstadt zählen die Tegeler Markthallen, die es schon seit mehr als 100 Jahren gibt. Sie liegen direkt in der Fußgängerzone in Berlins nördlichstem Stadtteil, bieten Lebensmittel und Blumen querbeet lokaler Anbieter und betonen ihren bodenständigen, von den großen anonymen Einkaufszentren abgegrenzten Charakter.
Geöffnet sind die Tegeler Markhallen im Tegel-Center an der Gorkistraße an Wochentagen vMarkttreiben in Berlin, Naschmarkt, Markthalle 9, brausezimton 8 bis 18 Uhr, Samstags bis 16 Uhr.
 
Ebenfalls überdacht und daher auch bei schlechtem Wetter eine gute Einkaufsadresse ist die Markthalle 9 in Kreuzberg. Hier gibt es jeden Freitag von 12 bis 19 Uhr und Samstag von 9 bis 16 Uhr einen wöchentlichen Markt für die Dinge des alltäglichen Lebens. Das Angebot bestimmen hauptsächlich kleine Manufakturen, die selbstgebackene Leckereien meist aus biologischen Zutaten anbieten. Daneben werden in der Halle Märkte durchgeführt, die monatlich, wie der handmade supermarket (jeden zweiten Sonntag im Monat) und der Naschmarkt (vierteljährlich) durchgeführt.

Regionale Wochenmärkte für frische Lebensmittel gibt es in Berlin in sämtlichen Bezirken. Nach Meinung vieler Berliner und Berlinbesucher ist der Wochenmarkt am Karl-August-Platz in Charlottenburg im alten Westen einer der charmantesten und gepflegtesten. Neben den wochenmarktüblichen Angeboten können sich Besucher bei einem Imbiss stärken und an den bunten und übersichtlich angeordneten Marktständen ihre Frischeeinkäufe erledigen. Der Markt wird wegen seiner gemütlichen Atmosphäre gelobt, für Kinder gibt es sogar mitten auf dem Markt einen Spielplatz.
Geöffnet ist der Wochenmarkt am Karl-August-Platz nördlich der Kantstraße jeden Mittwoch zwischen 8 und 13 Uhr und jeden Samstag von 8 bis 14 Uhr.

Ein Muss für Berlintouristen ist der Flohmarkt im Mauerpark an der Bernauer Straße in Mitte. Jeden Sonntag wird hier sehr kreativ, kunterbunt und typisch Berlinerisch schräg getrödelt, und zwar zwischen 7 und 19 Uhr. Berliner strömen aus sämtlichen Stadtteilen hierher, um ein Schnäppchen für den Haushalt zu ergattern. Zugelassen sind nur private Trödler, dementsprechend kunterbunt, individuell und preiswert ist das Angebot. Für Touristen ist alleine die Lage auf dem ehemaligen Grenzstreifen dieses wohl schrillsten Flohmarkts in Berlin kultig.

Gediegener ist die Atmosphäre auf einem weiteren Berliner Trödelmarkt, der so etwas wie eine Institution ist: Der Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni, gegründet als erster Flohmarkt überhaupt in Berlin in den 1970er Jahren. Ein Stand mit Trödel und altem Spielzeug, Kunst, antiquarischen Büchern und antiken Möbeln reiht sich hier an den nächsten, die meisten davon von professionellen Händlern feilgeboten. Handeln auf hohem Niveau gehört hier zum guten Ton und zwischen Anwohnern rund ums Charlottenburger Tor und Touristen aus aller Welt mischen sich auch gerne Promis auf Schnäppchenjagd.
Der Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni ist jeden Sonnabend und Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Berliner Weihnachtsmarkt, Märkte, Markttreiben, brausezimt
Weihnachtsmärkte jeder Größe gibt es in Berlin rund 50. Für Berlinbesucher einer der attraktivsten ist der WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt in Mitte, der alle Jahre wieder zwischen dem 21. November und dem 31. Dezember täglich zwischen 11 und 22 Uhr mit stilechtem Weihnachtsflair seine Pforten öffnet. Neben dem üblichen Weihnachtsmarktangebot wie Kunstgewerbe, Leckereien und Glühwein werden artistische und musikalische Darbietungen präsentiert. Der Weihnachtsmarkt am Gendarmenmarkt wirkt wie ein kleines gepflegtes Romantikdorf mitten in Berlin und bietet Silvester ein spezielles Programm.
Kleiner Wermutstropfen: WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt kostet Eintritt, allerdings nur 1 Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei.

Kein Eintritt fällig wird auf dem nostalgisch angehauchten großen Weihnachtsmarkt mit Fahrgeschäften rund um das festlich angestrahlte Charlottenburger Schloss am Spandauer Damm. Der größte und laut Berliner Weihnachtsmarkt, Gendarmenmarkt, Märkte, Markttreiben, brausezimtVotings stimmungsvollste unter den Berliner Weihnachtsmärkten ist vom 26. November bis zum 26. Dezember täglich von 14 bis 22 Uhr geöffnet, freitags bis sonntags und an den Weihnachtsfeiertagen bereits ab 12 Uhr. Heiligabend ist Ruhetag.

Berlin lockt das ganze Jahr über mit einem reichen Angebot an buntem Markttreiben und empfiehlt sich für Trödelfreunde und Schnäppchenjäger ebenso wie für Besucher stilvoller Weihnachtsmärkte.
 


C tw 10/12 SH