Naturkosmetik versus industrielle Kosmetik

Kosmetik: so alt wie die Menschheit selbst

Kosmetik wurde seit jeher genutzt um den menschlichen Körper zu pflegen oder diesen zu verschönern. Das Wort Kosmetik kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt in etwa "schmücken" oder "ordnen". Während die Kosmetik in früheren Zeiten ausschließlich von Frauen genutzt wurde, findet sich heutzutage eine immer größer werdende Anzahl von Männern wieder, welche ebenfalls auf kosmetische Produkte zurückgreifen. Zur Kosmetik zählen alle Substanzen, welche pflegen, reinigen, stabilisieren, deodorieren, parfümieren und vitalisieren. Neben der Haut werden insbesondere Nägel und Haare gepflegt. Das Ziel der Kosmetik besteht immer darin das Äußere des Körpers zu verschönern oder zu pflegen: in erster Linie soll die Alterung des Körpers verschleiert werden.

Naturkosmetik und industriell hergestellte Kosmetik

Wussten Sie, dass industriell hergestellte Kosmetik mit Erdöl versehen wird? Aus Erdöl werden zahlreiche Substanzen gewonnen,durch welche die Herstellung von Kosmetikartikeln auf industrieller Basis überhaupt ermöglicht wird. Für eine optimale Pflege von Haut, Haaren und Nägeln sollte auf die verschiedenen Produktarten geachtet werden. Die Unterscheidung zwischen Natur- und Industriekosmetik sollte nicht nur in anwenderischer Hinsicht vorgenommen werden, sondern auch unter umweltbezogenen und gesundheitlichen Aspekten. Viele Kosmetikprodukte, insbesondere solche die industriell hergestellt wurden, können eine hohe Unverträglichkeit aufweisen. Ein klarer Vorteil der Naturkosmetik ist deren hohe Verträglichkeit. Naturkosmetik ist frei von Farbstoffen, chemischen Konservierungsstoffen und Mineralölen. Chemische Stoffe welche die Haut schädigen können, sind in Naturkosmetik überhaupt nicht vorhanden. Im Gegensatz zu industriell hergestellter Kosmetik werden Produkte der Naturkosmetik aus kontrolliertem, ökologischem Anbau gewonnen. Substanzen aus Mineralölen verstopfen die Haut, minderwertige Parfüme können lebenslange Allergien auslösen. Auch die Verwendung zahlreicher chemischer Inhaltsstoffe ist noch nicht gänzlich erforscht: Langzeitwirkungen können trotz Zulassung der Präparate noch nicht hinreichend beurteilt werden. Ein klarer Vorteil der industriell hergestellten Kosmetik besteht jedoch in deren extremen Haltbarkeit. Während Produkte aus dem Bereich der Naturkosmetik nicht immer über Monate oder Jahre genutzt werden können, sind industriell hergestellte Produkte mit einem wesentlich längeren Haltbarkeitsdatum versehen.

Viele Personen fragen sich warum schädliche Inhaltsstoffe in industriell hergestellter Kosmetik trotz Bekanntheit der Schädlichkeit überhaupt verwendet werden. Die Erklärung ist recht einfach: diese sind in der Herstellung äußerst kostengünstig und können unkompliziert weiterverarbeitet werden. Außerdem werden Verbraucherinteressen erfüllt: das Shampoo muss schäumen, das Duschgel muss duften und Cremes müssen äußerst schnell in die Haut einziehen. Diese erwünschten Effekte werden mit risikoreichen Stoffen wie Schaumbildnern, Mineralölen und Moschusverbindungen erzeugt. Viele dieser Substanzen können abhängig machen, durch die Haut ins Blut gelangen und sich für lange Zeit im Körper einlagern.

Bedenkliche Inhaltsstoffe und woran sie erkannt werden können

Schädliche Inhaltsstoffe können auf der Rückseite der Verpackung gesucht werden. Sodium Lauryl Sulfate und Natriumlaurylsulfat ist ein Reinigungsmittel welches als Schaumbildner die Haut aufquellen lässt und diese für Verletzungen anfällig werden lässt. Höhere Dosierungen reizen Haut, Atmungsorgane und Augen. Tierfett bzw. Talg besteht aus Halbfeststoffen und ölhaltigen Feststoffen, welche optimale Brutbedingungen für Bakterien eröffnen. Auch Aluminium wird in Kosmetikprodukten verwendet: Aluminium hemmt nicht nur die Schweißbildung, sondern kann Entzündungen der Haut hervorrufen. Mineralische Öle können an den Bezeichnungen Petrolatum, Ceresin, Paraffin und Microcristalline Wax erkannt werden. Diese Mineralöle können die Hautporen verschließen, die Atmungsaktivität der Haut vermindern und sich im Körper ablagern.

Talkum gilt als möglicherweise krebserregend. Lanolin ist eine aus Wolle gewonnene Substanz, welche Hautausschläge hervorrufen kann. Fluorid und Diethanolamine sind hochgradig Krebserregend. Diethylphtalat wird von der Haut gespeichert und steht im Verdacht Nieren, Fortpflanzungsorgane und die Leber zu schädigen. Anzuführen sind auch Polyzyklische und Nitrozyklische Moschusverbindungen. Diese Verbindungen verstecken sich im Regelfall hinter den Wörtern Fragrance oder Parfüm. Die synthetischen Parfümstoffe können bei anfälligen Personen allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten hervorrufen. Diese Parfümstoffe erregen nachweislich Krebs und verändern das Erbgut. Die Stoffe reichern sich nicht nur in der Umwelt, sondern auch im Körper an, wo sie selbst in der Muttermilch nachgewiesen werden können.

Die Abkürzung PEG steht für Polyethylenglycole. Auf der Inhaltsstofftabelle treten PEGs zumeist in Verbindung mit einer Zahl an. PEGs werden in allen Duschgels, Aftershaves und Cremes verwendet. PEGs sind nahezu unersetzliche Emulgatoren, welche Subtanzen wie Fett und Wasser miteinander verbinden. Allgemein können PEGs nicht als giftig bezeichnet werden, dennoch wird die Haut durch deren Wirkungsweise durchlässiger und poröser. In Verbindung mit gesunden Inhaltsstoffen sind PEGs daher unbedenklich. Weil viele Produkte zusätzlich aber auch noch giftige Subtanzen enthalten, werden diese Gifte durch PEG in die Hautzellen eingeschleust. Die Einnahme von Kosmetika mit mehr als fünf PEGs sollte gemieden werden: Auf Dauer werden die Zellwände zu stark geschädigt. PEGs können auf der Inhaltstabelle von Kosmetika an der Endung "eth" erkannt werden, zum Beispiel wird bei vielen Seifen die Bezeichnung Sodium Laureth Sulfate verwendet.

DMDM ist ein Formaldehydabspalter, welcher bei Pflegemitteln für Haut und Haare als Konservierungsstoff verwendet wird. Allgemein ist bekannt und bewiesen, dass DMDM Allergien, Müdigkeit, Schwindel, Depressionen, Asthma, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen hervorruft. Außerdem wird vermutet, dass DMDM Krebs hervorrufen könnte. DMDM wird oftmals verschleiert hinzugegeben und muss nicht ausgewiesen werden, weil es als Teil eines größeren Gemisches in Wörtern wie Sodium Lauryl Sulfat, Formalin, MM oder Hydantoin versteckt wird.

Zusammenfassend kann nur davon abgeraten werden industriell hergestellte Kosmetik zu verwenden. In so gut wie jedem Produkt befinden sich schädigende Inhaltsstoffe. Wer absolute Sicherheit und Verträglichkeit bevorzugt, sollte auf Produkte der Naturkosmetik zurückgreifen. Hier ist die Gefahr von Unverträglichkeiten extrem gering. Außerdem sind keine krebserregenden Stoffe darin enthalten.

C Mattes