Hirse

Hirse
 
Hirse gilt als das mineralstoffreichste Getreide überhaupt. Das nahrhafte Korn ist bis heute in vielen Teilen Afrikas und Asiens das Hauptnahrungsmittel, auch wenn der Mais sie aufgrund seiner höheren Ernteerträge schrittweise verdrängt. In Deutschland spielt die Hirse ernährungstechnisch kaum eine Rolle, man findet sie meist als Kolbenhirse für Vogelfutter im Handel.
Außergewöhnlich hoch ist in Hirse der Anteil an Kieselsäure, die vom Körper für die Formkraft von Haut, Nägeln und Haaren gebraucht wird. Aber auch reichlich Fluor, Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalium und Schwefel sind enthalten. Anders als bei anderen Getreidearten finden sich die Nährstoffe im ganzen Korn und konzentrieren sich nicht nur auf die äußeren Schichten. Hirse gelangt bei uns meist als Goldhirse in den Handel (und wird für Aufläufe verwendet), aber auch verarbeitet zu Hirseflocken (für's Müsli) oder Hirsegrieß. Hirsemehl ist geeignet für Breie und Backwaren – und spielt als glutenfreies Getreide eine wichtige Rolle für Menschen mit einer Zöliakie.