Mais

Mais
 
Die Heimat der Maispflanze ist Mexiko. Nach der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus gelangte Mais nach Europa, wird in Deutschland als Sommergetreide aber erst seit den 1970er Jahren verstärkt angebaut, da es vorher noch keine Sorten gab, die den mitteleuropäischen Standortverhältnissen gut angepasst waren. Seit Ende der 1990er Jahre gibt es gentechnisch veränderten, schädlings- und herbizidresistenten Mais, der vor allem in den USA und Brasilien ausgesät wird. In der EU muss die Verwendung von gentechnisch verändertem Mais gekennzeichnet werden.
Die wichtigsten Maisformen sind Hartmais, Zahnmais, Mehlmais und Zuckermais. Mais ist reich an ungesättigten Fettsäuren, ihm fehlen allerdings bestimmte Eiweißstoffe, weshalb eine ausschließlich auf Mais basierende Ernährung zur Unterversorgung an wichtigen Aminosäuren führen kann.
Weltweit wird nur 15 % des angebauten Maises zur Ernährung verwendet, gut zwei Drittel dienen der Nutztierfütterung, der Rest wird anderweitig zu Tortillas, Glukosesirup, Maiskeimöl, Cornflakes, Popkorn, Polenta und Erdnussflips verarbeitet oder anderweitig genutzt, z.B. zur Energiegewinnung in Biogasanlagen.

NB