Der Lauf des Wassers, September 2012, 27.09.2012

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Die Trinkwassergewinnung in der Geschichtewasserlauf_fluss_brausezimt

Trinkwasser war in früheren Zeiten nicht selbstverständlich. Wer auf keine Quelle zurückgreifen konnte, musste Trinkwasser auf eine andere Art und Weise beschaffen. Im Mittelalter existierte in vielen Städten in der Praxis gar kein Trinkwasser, weshalb Frauen und Kinder Wasser abkochten und überwiegend Tee tranken. Männer griffen hingegen tagtäglich auf Alkohol zurück, welcher desinfizierend wirken sollte.

Trinkwasser wurde in früheren Zeiten oftmals aus Brunnen gewonnen, in welchen sich sauberes Grundwasser befand. In Bergregionen wurden vor allem Flüsse und Seen als Trinkwasserquelle verwendet. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder neue Möglichkeiten zur Trinkwassergewinnung entdeckt.

Wasser, Trinkwasser_fluss_flusslauf_brausezimt

Die verschiedenen Wassersorten

Neben dem Quellwasser und dem Trinkwasser existieren noch weitere Wassersorten, welche als Untergattungen des Trinkwassers anzusehen sind. Generell wird zwischen Trinkwasser, Mineralwasser, Quellwasser, Heilwasser, Tafelwasser und Biowasser unterschieden.

Trinkwasser muss "für den menschlichen Gebrauch" oder für "die Verwendung in Lebensmittelbetrieben" geeignet sein.

Mineralwasser ist Wasser, welches aus Quellen gewonnen und direkt vor Ort in Flaschen abgefüllt wird.

Quellwasser ist im Regelfall Regenwasser, welches durch kleine Spalten und Risse im Boden versickert ist und durch Sand, Gestein, Kies und Mikroorganismen gereinigt wurde.

Tafelwasser ist Mineralwasser oder Trinkwasser, welches mit Zusätzen wie Meerwasser, Kohlensäure, Natursole und Mineralsalzen versehen wurde.

Heilwasser ist reines Wasser, welches wissenschaftlich nachgewiesen heilende Wirkungen besitzt.

Biomineralwasser ist ein Wasser, welches bestimmte Qualitätskriterien erfüllt und eine entsprechende Zertifizierung vorweisen kann (mehr Infos unter www.bio-mineralwasser.de).

Umgangssprachlich wird unter Biowasser auch Wasser verstanden, welches ohne chemische Reinigungsverfahren gesäubert wurde. Biowasser wird durch das Prinzip der Umkehrosmose hergestellt: Das verschmutzte Wasser wird also mit viel Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. Auf der anderen Seite der Membran sammeln sich ausschließlich Wassermoleküle an, wodurch ein hochwertiges Trinkwasser gewonnen wird.


Wie wird Leitungswasser kontrolliert?

Nach einem Bericht der UNESCO landete Deutschland bei der Wasserqualität nur auf Platz 57 von 122. Dieses Ergebnis erscheint vor dem Hintergrund der zahlreichen, angeblich strengen Trinkwasserkontrollen in Deutschland fraglich. Um das Ergebnis zu verstehen, müssen die Kontrollverfahren für Trinkwasser in Deutschland untersucht werden. Der Wasserbedarf der Deutschen wird zu 75 Prozent aus Grundwasser gedeckt, 15 Prozent des Wassers stammt aus Quellen. Wasser wird generell nur auf seine Schadstoffe hin untersucht. Wenn ein Wasser die festgelegten Grenzwerte nicht überschreitet, kann dieses verkauft werden. Außerdem sind viele Stoffe wie Medikamentenrückstände und Hormone gar nicht von der Kontrolle umfasst. So werden die Hormone der Antibabypille nicht im Körper abgebaut und gelangen über Urin und das Abwassersystem direkt ins Trinkwasser. Die angeblich erstklassige Wasserqualität in Deutschland ist immer dann gegeben, wenn die Grenzwerte für bestimmte Stoffe nicht überschritten wurden. Dies bedeutet aber immer noch nicht, dass das Wasser nicht mit anderen Schadstoffen belastet ist.

Empfehlungen für den Wasserkauf

Welchen Qualitätsstandard ein Wasser hat, kann vom Laien nicht klar bestimmt werden. Grundsätzlich gilt, dass Wasser aus der Flasche im Regelfall sauberer ist als Trinkwasser: Schließlich muss dieses oftmals durch veraltete oder verdreckte Leitungen laufen. Die Qualität eines Wassers kann übrigens ziemlich genau von Wassersommeliers herausgeschmeckt werden: Diese schmecken neben dem Kohlensäuregehalt auch zahlreiche Inhaltsstoffe und verschiedene Verunreinigungen heraus.

mehr Infos in der Bibliothek
 

C Mattes 9/12 SH
 

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