Der Begriff der Nachhaltigkeit, 25.11.2014

  110 
Die Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft und bedeutet, dass nicht mehr abgeholzt wird wie nachwachsen kann. Das tut Deutschland. Trotzdem ist der tatsächliche Holzverbrauch höher. Der starke Verbrauch wird durch Importe ausgeglichen. Ist das nachhaltig?

Eine persönliche Definition

Grundsätzlich heißt für mich Nachhaltigkeit, dass etwas, was jetzt passiert noch in der Zukunft eine Auswirkung haben wird.

Der Begriff nachhaltig ist positiv belegt, was neben der inflationären Benutzung des Wortes, den häufigen Missbrauch mit sich brachte und damit eine Umkehrung in der Wahrnehmung bei vielen Menschen. Nachhaltig? Das kann ich nicht mehr hören. Im Kampf der Worte um Aufmerksamkeit verliert die Nachhaltigkeit.

Trotzdem begann ich nachzudenken, was der Begriff für mich bedeutet. In der Wirtschaft gibt es das Problem mit den Aktien. Bei zu geringen Gewinnaussichten wird die Aktie verkauft. Kurzfristige Wahrnehmung zieht kurzsichtiges Verhalten nach sich. Das wäre wie in einer Partnerschaft, in der der eine Partner den Druck des Verlassenwerdens ausübt und der andere aus Angst davor sich verbiegt. Firmen können nicht nachhaltig agieren, wenn sie Angst vor dem sofortigen Aktienverkauf haben.

nachhaltigkeit_nachhaltiges_leben_brausezimt

Nachhaltigkeit bedeutet für mich kein Wachstum. Weder in der Wirtschaft noch im privaten Verbrauch.

Es gebe keine Streiks mehr um höhere Löhne, keine Inflation. Natürlich ist das nicht weitergedacht. Der Kapitalismus funktioniert über Wachstum. Es geht um Marktanteile in der Globalisierung, um fressen oder gefressen werden, es geht um die Gier der Menschen und um Angst.

Wie ein jedes Lebewesen auf der Erde, haben wir unseren Platz. Und eben nicht mehr, keine zweite Erde in Sicht. Wir zerstören unseren eigenen Lebensraum, das ist Nachhaltigkeit ad absurdum.

Es muss ein Bewusstsein für die Problematik geschaffen werden. Den persönlichen Fussabdruck kann man online grob kontrollieren. In Deutschland ist es sicher nicht leicht den Fussabdruck klein zu halten. Um nicht zu sagen, eine Herausforderung. Dabei existieren so viele gute Ratschläge zu diesem Theme. Meist mit dem Hinweis versehen, dass man einfach mal anfangen sollte, nicht so schlimm, wenn nicht alles gleich klappt.
Doch, ich denke schon, das ist schlimm.

Literaturtipp
enorm 05 Nov./Dez. 2014
Internet www.enorm-magazin.de
 
  110 


Kommentare

Sie müssen angemeldet sein um diesen Beitrag zu kommentieren