Simon Adler, ein Eierhändler in Berlin von Karolin Steinke, 07.07.2014

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Frühstückseier sind ein typischer Bestandteil unserer morgendlichen Mahlzeit. Vor allem am Wochenende wo mehr Zeit für ein geruhsames Frühstück bleibt. Herkunftsgedanken betreffen heutzutage eher die Frage, ob das Ei von einem glücklichen Huhn gelegt wurde und welches Futter dieses Huhn bekommen hatte.
In unserer Geschichte gab es jedoch Zeiten, da herrschten noch andere Herkunftsfragen.



Karolin Steinke schrieb ein Buch über den Eierhändler Simon Adler. Unter Jüdische Miniaturen ist es im Hentrich & Hentrich Verlag Berlin erschienen.



Die Vertreibung der Juden aus ihren Geschäften war umfassend. Der Eierhandel war als einer der ersten Wirtschaftszweige betroffen. Und so wurden bereits 1936 "arische Ostereier" verkauft.

Die Geschichte der Familie Adler wird in dem Büchlein beschrieben und gibt einen persönlichen Eindruck ihres Lebens. Zwei der drei Söhne konnten rechtzeitig ins Ausland fliehen. Die Eltern tauchten in Berlin unter, wurden jedoch aufgegriffen und 1944 in Auschwitz umgebracht.

Aus dem Buch ist ein Film entstanden, der bereits mehrfach im TV lief und jetzt durch Festivals tourt. Die Berliner Regisseurin Alice Agneskirchner kontaktierte vor einigen Jahren Karolin Steinke und baute die Geschichte der Familie Adler in ihre Filmidee mit ein.

Mehr unter www.gebrueder-beetz.de/produktionen/ein-apartment-in-berlin und www.facebook.com/einapartmentinberlin
 
Kontakt

Karolin Steinke
Historikerin und Autorin

Internet www.karolinsteinke.wordpress.com

SIMON ADLER EIERHÄNDLER IN BERLIN kann man in jeder Buchhandlung bestellen oder online

- direkt bei www.hentrichhentrich.de/buch-simon-adler.html

- oder auf Amazon erwerben.
 
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