Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge, 11.10.2013

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Nachdem ich gestern in Bremen von Sonnenschein und blauem Himmel begrüßt wurde, erwartete mich heute Morgen regnerische Ernüchterung. Zeit für Tee, Kerzen und heimelige Muße.

Inzwischen ist es bereits Oktober und vieler Orts sind weihnachtliche Leckereien wie Stollen, Spekulatius aber auch kleinere Dekorationen zu sehen. Auf meinem Streifzug durchs vernieselte Bremen, stieß ich auf ein Geschäft, das Erzeugnisse aus dem Erzgebirge im Schnoor vertreibt.

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Im Internet fand ich den Erzgebirge Palast, wo viele Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge ihre typischen Holzkunst-Produkte online verkaufen.
Gedrechselt oder geschnitzt, bemalt oder natur – neben dem typische Design von Schwibbögen, Pyramiden, Nussknacker und Räuchermännchen gibt es auch moderne Entwürfe. Trotz unterschiedlicher Optik behalten die Manufakturerzeugnisse ihren Charme und haben einen hohen Wiedererkennungsfaktor.
 
Ursprünglich war das Erzgebirge, wie der Name suggeriert, für den Abbau von Erzen bekannt (Silber, Kupfer, Zinn, Eisen). Als der Bergbau zum Erliegen kam, orientierten sich die Arbeiter neu. Das trug zu einer Verstärkung des typischen Kunsthandwerks bei und steht heute für traditionelle Manufakturen.
 


So stellt der Familienbetrieb von Theo Lorenz seit über 100 Jahren Erzgebirgskunst her. Seine hochwertigen zauberhaften Figuren werden aus heimischen Hölzern in kleiner Stückzahl gefertigt.
 
Ebenfalls ein Familienbetrieb ist die Firma Baumann. Vater und Sohn stellen anspruchsvolle Lichterbögen und Weihnachtspyramiden her. Mal etwas anderes als Supermarktprodukte sind Schwibbögen, die in Handarbeit mit der traditioneller Laubsägetechnik hergestellt werden. Hier ist auch die Michael Müller mit seiner Familienfirma aktiv. Kleine Stückzahlen und viel Liebe zum Detail, damit persönliche und ansprechende Produkte entstehen.

 

Große Pyramiden gibt es bei der Manufaktur Holger Seidel. Mit oder ohne Figuren können die Pyramiden je nach Wunsch elektrisch betrieben werden. Ganz individuell kann hier der passende Schwibbogen zusammengestellt werden. Wer es eine Nummer kleiner mag, greift zu einem Seidelbogen.
 
Übrigens werden diese bekannten Weihnachtsdekorationen nicht nur zur Adventszeit nachgefragt. Es gibt einige Orte, die durch die Erzgebirgskunst bekannt wurden, wie z.B. Seiffen, wo auch im Sommer individuelle Handarbeit für die kalte Jahreszeit erworben werden kann.  Wer nicht gleich um die Ecke wohnt und trotzdem original Erzgebirgskunst kaufen möchte, kann online schauen, was ihm gefällt.
 
Und wenn Krippenfiguren und Schwibbögen durch Fensterscheiben strahlen, dann stellt sich auch ohne Schnee ein weihnachtliches Gefühl ein.

Vielen Dank an Erzgebirge Palast für die Fotos!
 
Kontakt
WIBROS
Erzgebirge Palast

Telefon 037 362 / 219 977

Internet www.erzgebirge-palast.de
Erzgebirge im Schnoor

Stavendamm 14
28195 Bremen

Telefon 0421 / 163 88 24
 
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