2. Tag der brausetour über Nauen, Ribbeck, Neuruppin und Kremmen, 30.08.2013

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2.Tag
Nach 2 km entlang des Kanals erreiche ich Nauen. Hier beginnt der Havelland-Radweg. Die gute Ausschilderung beginnt gleich in Bahnhofsnähe, führt den Radfahrer sicher durch die Stadt und hinaus ins Umland über Berge und Ribbeck.
Ein längeres Verweilen ist ein Muss, bietet doch der kleine Ort eine Reihe von Sehenswürdigkeiten wie Schloss, Friedhof der Familie von Ribbeck, Kirche mit Birnenbaum und die alte Brennerei mit Storchennest.
 
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Auch die Strecke nach Paulinenaue radelt sich leicht dahin auf dem Asphaltweg vorüber an Felder und Wiesen, Kinderbauernhof Marienhof inklusive.
In Paulinenaue möchte ich wieder einer MAZ-Veröffentlichung vertrauen und halte Ausschau nach der „Stillen Pauline“. Während der Bahnhof einer Ruine gleicht, sind die Radwegmarkierungen Weltniveau. Und die Radtrasse ist es auch, vielen Dank für den Tipp.
Bis Eichberge handelt es sich um eine Fahrradstraße, doch dann wurde die Eisenbahnlinie umfunktioniert und dient jetzt als Fahrradweg.
 
paulinenaue, bahnhof
radweg stille pauline, brausezimt

Dem Bahnhof von Lobeofsund fehlt nach etwas Charme, der von Fehrbellin erstrahlt bereits wieder in altem Glanz und dient als Gaststätte und Pension.

bahnhof Lobeofsund
bahnhof Fehrbellin, brausezimt

Inzwischen wurde die Strecke weiter ausgebaut bis Dammkrug. Die 10 km bis Neuruppin kann man auf einer Landesstraße zurücklegen. Als Alternative lohnt sich allemal der etwas weitere Weg über Wustrau. Hier stößt der Radfahrer auf den Rundweg N1 und fährt in Seenähe auf einem sehr schönen Aleeweg über Treskow in die Fontanestadt.
Die Lage der Stadt am Ruppiner See sollte der Radfahrer mit einem Spaziergang auf der Seepromenade genießen. Abstecher zur Klosterkirche und anderen Sehenswürdigkeiten sind jederzeit möglich.

klosterkirche in neuruppin, brausezimt
seepromenade in neuruppin, brausetour

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Leider war in den Tourismusinformationen kein Info-Material zur „Pauline“ erhältlich, lediglich an der Paulinenapotheke gibt es ein Hinweisschild, denn hier endete einst die Strecke der Ruppiner Eisenbahngesellschaft.
 


Gleiches trifft zu auf meine Strecke zurück in Richtung Berlin. Während die Route „Seen und Kultur“ bestens ausgeschildert ist, stellt Informationsmaterial in prägnanter Form eher eine Rarität dar.
 


Über den Seedamm fahrend erreicht der Radfahrer Nietwerder. Weiter geht es über Radensleben, Papstthum und Wall nach Beetz auf schmalen Landstraßen mit ganz wenig Autoverkehr. Ab Sommerfeld gibt es nun straßenbegleitende Radwege. Mit Kremmen erreiche ich wieder so einen Ort mit bemerkenswertem Stadtkern. Dazu kommt das wohl einzigartige Scheunenviertel.


kremmen
kirche in kremmen
scheunenviertel in kremmen, brandenburg
 
Ich setze die Radtour fort auf einer Strecke aus dem umfangreichen und super ausgeschilderten Netz von Oberhavel. Es geht zunächst nach Schwante, weiter nach Eichstädt und Marwitz bis nach Hennigsdorf. Von hier aus gibt es zahlreiche Radstrecken Richtung Berlin: Ich orientiere mich nach Spandau und treffe wieder auf – genau, den Mauerweg. Der hält mit einem Kontrollturm in Nieder Neuendorf eine echte Rarität bereit. In ihm erhält der neugierige Besucher einen Einblick über das Leben an der Grenze, in Bild und Ton.

turm aussicht vom turm

Mehr Eindrücke an so einem 13. August gehen nicht. Das heißt Endstation und Zeltaufbau direkt an der Havel.


 
Radwegetester


Öffnungszeiten des Grenzturmes
vom 6. April bis zum 3. Oktober
jeweils Dienstag bis Sonntag: 10 - 18 Uhr
sowie an allen gesetzlichen Feiertagen Brandenburgs: 10 - 18 Uhr

 
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